Der japanische Hokkaido-Kürbis hat bei uns im Herbst Saison.

Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Tipps für den aromatischen Kürbis und leckere Hokkaido-Rezepte für die beste Zubereitung.

Kleine Warenkunde:
Der Name ist beim Hokkaido-Kürbis Programm. Ursprünglich stammt der kleine, tief orange Kürbis von der japanischen Nordinsel Hokkaido. Daher überrascht es nicht, dass der Hokkaido-Kürbis zwar unter diesem Namen in Europa bekannt und sehr beliebt ist, allerdings in seinem Heimatland einen anderen Namen trägt. Auf Japanisch heißt die Kürbissorte Uchiki Kuri.
In Japan wurde die originale Kürbissorte 1887 von den Amerikanern eingeführt, doch durch die Zucht wurde aus dem ursprünglich eher harten und geschmacksarmen Reisnusskürbis der heutige Hokkaido-Kürbis mit einem nussig-kernigen Geschmack. Dank der ähnlichen klimatischen Bedingungen wird der Kürbis seit den 1990er Jahren auch in Europa angebaut und gilt als sehr ertragreiche Sorte.
Merkmale: Der Hokkaido-Kürbis wiegt durchschnittlich zwischen einem und drei Kilogramm und zählt zu den Riesenkürbissen. Bekannt ist die Sorte für seine dunkelorange Schale, dank seines hohen Gehalts an Betakarotin. Es gibt auch Hokkaido-Sorten mit dunkelgrüner Schale. Besonders beliebt ist die japanische Sorte für ihr festes, faserarmes Fruchtfleisch, das einen aromatischen, leicht nussigen Geschmack hat und von dunklem bis hellem Orange variiert. Im Inneren des Kürbis befinden sich, typisch für das Gemüse, Kerne und Fasern.

Wann sind Hokkaido-Kürbisse reif?
Ab dem Spätsommer bzw. Frühherbst gibt es den Hokkaido-Kürbis überall auf Wochen- und in Supermärkten zu kaufen. Die Saison endet im November. Da Kürbisse gut gelagert werden können, werden sie auch noch danach im Handel angeboten.
Möchten Sie Hokkaido-Kürbis selbst anbauen, können Sie die Samen entweder direkt im Freiland aussäen, im Haus zu kleinen Kürbispflanzen vorziehen oder vorgezogene Pflanzen in der Gärtnerei oder im Baumarkt kaufen.
Kürbispflanzen sind sehr frostempfindlich, daher sollten die vorgezogenen Setzlinge und auch die Samen erst nach den Eisheiligen, also Ende Mai in die Erde im Freien gebracht werden. Bei vorgezogenen Pflanzen beginnt die Ernte früher. Säen Sie erst die Samen aus, dauert es etwas länger bis Sie frische Kürbisse ernten können. Hokkaidos mögen einen nährstoffreichen Boden, daher ist das Düngen mit Kompost vor der Aussaat ratsam.
Reifetest: Anhand einer Klopfprobe können Sie feststellen, ob ein Hokkaido-Kürbis den richtigen Reifegrad hat. Klopfen Sie mit dem Finger dafür leicht auf den Kürbis. Hierbei sollte ein hohles Geräusch zu hören sein.
Lagerung: Am längsten lässt sich der Hokkaido-Kürbis im Ganzen lagern. Achten Sie auf eine kühle und trockene Umgebung und auf einen unversehrten Stilansatz. Schäden daran können die Lagerfähigkeit beeinträchtigen. In Stücken lässt sich der Kürbis etwa drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sie können den geschnittenen Hokkaido-Kürbis auch problemlos in rohem Zustand einfrieren.

Warum ist Hokkaido-Kürbis gesund?
Das feste, nussige Fruchtfleisch des Hokkaido-Kürbisses schmeckt besonders gut, da es sehr faserarm ist. Im Vergleich zu anderen Kürbissorten hat er einen deutlich höheren Umfang an Nährstoffen durch seinen niedrigeren Wasseranteil. Gleichzeitig wirkt der Hokkaido, wie alle Kürbissorten, auf eine natürliche Weise entwässernd, indem er die Nieren- und Blasenaktivität anregt. In Kombination mit seinem niedrigen Kalorien- und Fettgehalt ist der Hokkaido-Kürbis ein beliebtes Gemüse für leichte Gerichte.

Nährwerte: Hokkaido-Kürbis pro 100 g
Kalorien 67 kcal
Eiweiß 1,7 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 13,6 g
Ballaststoffe 2,4 g

Die leuchtende Farbe des Hokkaido-Kürbisses verdankt er seinem hohen Gehalt an Beta-Carotin, dass in unserem Körper in Vitamin A umgewandelt wird und zum Beispiel für unsere Sehkraft, gesunde Haut und Haare benötigt wird. Bereits 100 g des japanischen Kürbisses decken ungefähr 1/3 des täglichen Tagesbedarfs an Beta-Carotin (nach dem NCI: National Cancer Institut).

Welche Vitamine stecken im Hokkaido-Kürbis?
Beta-Carotin / Vitamin A · Vitamin B1, B2, B6 · Vitamin C · Vitamin E · Folsäure · Magnesium · Eisen · Phosphor

Kann man beim Hokkaido die Schale mitessen?
Eine Besonderheit beim Hokkaido-Kürbis ist die Tatsache, dass er vor dem Verzehr nicht geschält werden muss. Die Hokkaido-Schale kann ohne Bedenken mitgegessen werden. Sie ist außerdem besonders reichhaltig an Beta-Carotin und somit an Vitamin A. Achten Sie hierbei auf eine ausreichende Reinigung und auf Bio-Qualität.

Wird der Kürbis gut durchgegart, stört die Schale auch nicht beim Verzehr, sondern ist ebenso weich wie das Kürbisfleisch.

Hokkaido-Kürbis: Zubereitung
Ob Suppe, Auflauf, Pasta oder Püree, Hokkaido-Kürbis ist absolut vielfältig einsetzbar und schmeckt als Beilage, Hauptgericht oder Dessert wunderbar. Der Liebling unter den Speisekürbissen ist durch seine angenehme Größe und festem Fruchtfleisch einfach in der Handhabung und auch für Koch-Anfänger ideal. Anders als bei anderen Sorten, kann man ihn nämlich mit seiner Schale zubereiten.
Natürlich kann der Hokkaido klassisch zu Suppen und Pürees verarbeitet werden. Allerdings schmeckt er auch, ähnlich wie Süßkartoffelpommes, angenehm nussig, wenn er im Ofen in Streifen oder Stücken geröstet wird. Einfach mit einigen Gewürzen und Kräutern verfeinern und als Snack oder leckere Beilage reichen.
Klassiker wie Pasta, Quiche, Flammkuchen und Co. lassen sich mit dem Hokkaido-Kürbis einfach herbstlich neu interpretieren und für alle Backfans darf das Fruchtfleisch auch gerne Muffins, Kuchen und Brot verfeinern. Ähnlich wie Karotten und Zucchini gibt der Kürbis dem Gebäck Aroma und Saftigkeit.
Klassisch schmeckt der Hokkaido-Kürbis besonders gut gefüllt. Dazu einfach einen „Deckel“ abschneiden und mit einem Löffel die Kerne aus der Mitte entfernen. Sie können den Hokkaido-Kürbis dann je nach Belieben befüllen. Möglich ist zum Beispiel eine Hackfleisch-Mischung. Wenn Sie lieber eine vegetarische Variante des gefüllten Hokkaido-Kürbis möchten, ist Couscous eine leckere Alternative.

Kann man Hokkaido roh essen?
Hokkaido-Kürbis kann auch roh verzehrt werden. Dann schmeckt er gut in Salaten oder dünn aufgeschnitten und mariniert als Carpaccio.
Allerdings sollte beim rohen Kürbis darauf geachtet werden, dass es sich explizit um einen Speisekürbis und eine gezüchtete Sorte handelt. Diese enthalten, im Gegensatz zu selbstgezogenen, Zier- und Wildkürbissen, nicht den Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser kann in größeren Mengen verzehrt zu einer Lebensmittelvergiftung führen.
Vor dem Zubereiten sollte also ein Geschmackstest durchgeführt werden: Probieren Sie ein kleines Stück Kürbis, schmeckt es bitter sollte der Kürbis nicht roh gegessen werden.
Bei Hokkaido-Kürbissen aus dem Supermarkt oder vom Wochenmarkt besteht keine Gefahr.

Quelle: Essen und Trinken

Weitere Kürbissorten nebst leckeren Rezepten finden Sie, wenn Sie den Link anklicken.

Pollenflugkalender

pollenflug

Giftnotruf-Zentralen

Berlin: 030 19240
Bonn: 0228 19240
Erfurt: 0361 730730
Freiburg: 0761 19240
Göttingen: 0551 19240
Homburg: 06841 19240
Mainz: 06131 19240
München: 089 19240
Nürnberg: 0911 3982451